Lötschentaler Bohne
Lötschentaler Bohne
Die Ackerbohne (Vicia faba) gehört zusammen mit Linsen und Erbsen zu den wichtigsten Hülsenfrüchten der frühen Landwirtschaft. Die ältesten Funde dem nahen Osten wurden auf ca. 6500 v. Chr. datiert. Die kräftige, aufrecht wachsende Pflanze, bildet Hülsen mit relativ grossen Samen.
Die Ackerbohne war in den höher gelegenen Talschaften weit verbreitet. Sie braucht relativ viel Wasser. Die Siedlungen am Ende des Tales erhalten in der Regel mehr Niederschläge als die Siedlungen der Talmitte oder des Talbeginns. Vom Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert war die Ackerbohne die wichtigste Hülsenfrucht und Hauptnahrungsmittel. Sie enthalten ca. 25-30% Eiweiss und wichtige Mineralstoffe. Im 18. Jahrhundert wurde die Ackerbohne nach und nach durch die Kartoffel und die grüne Bohne (Phaseolus vulgaris) aus der Neuen Welt verdrängt.
Ackerbohnen werden je nach Samengrösse eingeteilt in: kleinsamige Bohnen (Vicia faba var. minor), Mittelsamige Bohnen (Vicia faba var. equina) und Grossamige Bohnen (Vicia faba var. major).
Literatur:
Schilperoord, Peer und Heistinger, Andrea (2011): Literaturstudie alpine Kulturpflanzen Vs. 5.1.
Zohary, Daniel; Hopf, Maria; Weiss, Ehud (2012): Domestication of plants in the Old World. The origin and spread of domesticated plants in Southwest Asia, Europe, and the Mediterranean Basin. 4. Aufl. Oxford: Oxford University Press. ISBN: 978-0199549061
Lötschentaler Bohne
Lesachtaler Hosbohne